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02.05.2017 |

Kunden bescheinigen Wüstenrot eine überhastet durchgeführte Umstellung

Für die Kunden der Marke "Wüstenrot direct" sind die Bankgeschäfte umständlicher und unübersichtlicher geworden, in Kommentaren in einigen Foren und in den App-Stores von Apple und Android ist dies dargelegt. Hintergrund ist eine konzerninterne Reorganisation - die rechtliche Abspaltung eines Teilbetriebs der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Wüstenrot Bausparkasse AG. Die Tagesgeldkonten und die im Neugeschäft nicht mehr angebotenen Zinskonten "Top Termingeld flex" und "Vorsorge Sparen" sind deshalb nun bei der Bausparkasse, während Girokonten, Kreditkarten, die Kredite und die Vermittlung von Depots und Investments bei der Bank verbleiben. Dennoch, die zahlreichen Änderungen betreffen alle Kunden, auch die, die weiterhin der Bank zugeordnet sind. Die Girokonten zogen am langen Osterwochenende vom 13.4.17 bis zum 17.4.17 in ein neues Online-Banking um. Das alte Portal bekam die Bezeichnung "Tagesgeldportal" und gehört nun zur Bausparkasse, die Einlagekonten werden dort angezeigt. Man muss sich somit gegebenenfalls auf zwei separaten Portalen einloggen, um alle seine Konten zu überblicken. Ein Nutzer formulierte es treffend so: "Die Aufsplittung macht für mich als Endkunde überhaupt keinen Sinn." Die Bank hat eine neue BIC und eine neue Bankleitzahl und die Girokunden erhielten eine neue IBAN, weil die sich auch aus BIC und Prüfziffer zusammensetzt. Unter der alten IBAN eingehende Transaktionen können weiterhin von der Bank verarbeitet werden, die Kunden müssen zu bestehenden Lastschrifteinzügen nichts unternehmen, sie sollen die neue IBAN und BIC aber verwenden, wenn sie Lastschriftermächtigungen neu erteilen oder ihre Kontoverbindung für Überweisungen mitteilen. Auch eine neue Banking-App für die mobilen Geräte wurde verfügbar gemacht, mit der es jedoch nicht einmal möglich ist, Überweisungen zu tätigen, denn das mTAN-Verfahren ist in dieser aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Es ist eine weitere Stelle, die noch nicht fertig ist. An einem zusätzlichen TAN-Verfahren ("SecureGo Tan"), das sich für den mobilen Zahlungsverkehr eignet, werde mit Hochdruck gearbeitet. Mit der erst kürzlich abgeschafften TAN-Liste und der alten App hätte man sich hier noch behelfen können. Die Kreditkartenumsätze werden derzeit weder im Online-Banking noch in der App angezeigt, die Karteninhaber erhalten zu den Kreditkarten vorübergehend kostenlose Kontoauszüge auf dem Postweg. Erst mit den neuen Karten, die Ende Mai kommen sollen, werden die Umsätze wieder angezeigt. Die Karten haben eine neue Kartennummer, wenn sie als Zahlungsmittel zum Beispiel bei Online-Shops oder PayPal hinterlegt sind, sollte nicht vergessen werden, die Daten zu ändern. Bei den Prepaid-Karten, die in Verbindung mit dem Girokonto häufig bei Wüstenrot direct ausgegeben wurden, gestaltet sich das Aufladen derzeit schwierig, bis die Neue da ist, wird das Aufladen über eine Nachricht an karten@wuestenrot.de angestoßen. Vorhandenes Prepaid-Guthaben wird nicht automatisch auf sie übertragen. Noch im ersten Halbjahr 2017 soll es ein Kundenportal geben, bei dem in einer Gesamtübersicht neben Girokonten, Kreditkarten, Zinskonten, Krediten und Bausparen zugleich die Versicherungsverträge bei der Württembergischen Versicherung dargestellt werden, für Details und Transaktionen wird der Kunde von dort aus auch zu den jeweiligen Portalen gelangen können.

29.04.2017 |

Postbank Business Giro auch bei hohem Habensaldo nicht mehr günstig

Die Postbank hebt die Preise bei den Geschäftskonten per 1.7.17 drastisch an. Im vergangenen November hatte sie den Privatkunden eine neue Kontenwelt präsentiert, jetzt schickte sie den Geschäftskunden ein Schreiben, in dem sie Änderungen ankündigt. Ein Flyer ist beigelegt, zwei zusätzliche Kontomodelle stellt sie zur Auswahl und empfiehlt, welches von den künftig drei Business-Girokonten mit der derzeitigen Kontonutzung geeignet wäre. Im Neugeschäft gelten die Konditionen ab 22.5.17. Die Postbank betreibt die Geschäftskundensparte als Massengeschäft, zur Zielgruppe gehören Selbstständige, Freiberufler, Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Unternehmen. Bei dem bis dahin einzigen Kontomodell, dem "Business Giro", ist dann keine kostenlose Kontoführung mehr durch einen hohen durchschnittlichen Habensaldo ab EUR 10.000 zu bewirken. Lediglich die Stufe ab EUR 5.000 bleibt, mit der sich die Monatspauschale von EUR 9,90 auf EUR 5,90 drücken lässt. Für jede beleglose Buchung fallen ab Juli EUR 0,20 (bisher EUR 0,12) an, wodurch sich schnell eine größere Summe ergibt. Jede beleghafte Buchung kostet künftig EUR 1,50 (bisher EUR 0,99). Die zwei neuen Kontomodelle haben unabhängig vom Habensaldo eine Monatspauschale von EUR 12,90 ("Business Giro aktiv") und EUR 16,90 ("Business Giro aktiv plus"), und dafür mit EUR 0,12 bzw. EUR 0,08 einen gemäßigten Preis je beleglose Buchung. Als zusätzlicher Mehrwert ist eine Standard-Kreditkarte im ersten Jahr beitragsfrei und die Gold-Kreditkarte von EUR 80,00 auf EUR 40,00 vergünstigt, beim Business Giro aktiv plus wird auch das optionale Depot kostenlos geführt. Den Rechnungsabschluss stellt die Postbank von quartalsweise auf monatlich um. Für Unternehmer ist die Frage der steuerlichen Anerkennung von Online-Kontoauszügen mit Unsicherheiten behaftet, das bloße Ausdrucken reicht nicht aus, um sie in die Buchführung zu übernehmen, weshalb viele noch immer dem Papierkontoauszug den Vorzug geben. Der kostenlose Kontoauszug per Post fällt nun aber weg, je Versand werden EUR 1,00 abgebucht. Stattdessen lässt sich ab sofort über das Kontaktformular des Online-Bankings der Online-Kontoauszug oder das Abholen am Kontoauszugsdrucker aktivieren. In den Konten steckt viel Funktionalität und im Schreiben benennt die Postbank auch, dass sie die Höhe des individuellen Sollzinses für den Kontokorrentkredit senken wird und eine App, "Postbank Business Assistent", speziell für Geschäftskunden entwickelt hat. Die App ist ab sofort für iPads und Android-Tablets erhältlich, sie verknüpft das Online-Banking mit Office-Funktionen. Angebote, Rechnungen und Mahnungen lassen sich mit Vorlagen und einem Upload des eigenen Logos erstellen. Anschließend lassen sich die Dokumente aus der Anwendung heraus per E-Mail versenden oder per kostenpflichtigem E-POST-Service als Brief. Die Fristen der eingegebenen Zahlungsziele werden digital überwacht, eingehende Zahlungen den offenen Rechnungen zugeordnet. Die Vorstellung, die Arbeitsabläufe mit der App zu erledigen, ist sicherlich angenehm, nur die wenigsten Unternehmer werden aber tatsächlich schon mit einfachen Vorlagen zufrieden sein oder diesen Teilbereich der Buchhaltung auf das Tablet ausquartieren.

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